Wehrda
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WEHRDAER GESCHICHTE UND GESCHICHTEN

Vorbemerkung:
Vieles von dem, das hier folgt, verdanken wir den Aufzeichnungen von Otto Immel, dessen Buch „Wehrda, Weinstraße, Burg Weißenstein” 1976 vom Magistrat der Universitätsstadt Marburg herausgegeben wurde.
Jetzt, 31 Jahre später, feiert Wehrda sein 775-jähriges Bestehen.
Das bedeutet natürlich nicht, dass hier nicht schon viel länger Menschen ansässig sind. (Siehe dazu z.B. die Geschichte der Burg Weißenstein unter „Sehenswürdigkeiten”.) Aber es steht fest, dass es im August des Jahres 1232 die Ortschaft mit dem Namen „Wehrda” gab.

Die erste urkundliche Erwähnung
Zum ersten Mal wird der Name des Ortes „Wehrda” in einem Wunderbericht vom 11.August 1232 urkundlich genannt.
In einem Dokument berichten Erzbischof Siegfried von Mainz, die Abte von Amsburg, Bildhausen, Rommersdorf, Arnstein und Cappel, die Pröpste von Bingen und Wirberg, der Dekan von Momberg und die Prediger Angel sowie Konrad von Marburg dem Papst Gregor IX. über die Wunder am Grabe der Landgräfin Elisabeth von Thüringen. Zwei der übermittelten Protokollen enthalten den Namen „Wehrda”:



„Dieter aus der Diözese Paderbom, gelähmt an den Füßen und auf Stöcken gehend, wurde an ihrem Grabhügel geheilt; Zeugen: Bernhard von Holzhausen, Priester von Wehrda, und die Priester Krafto und Ermenreich.”



„...weiter ist bei Wehrda irgendein Mädchen, dem entsetzliche Wucherungen im Gesicht aus den Augen herausgewachsen waren, so daß es wegen des Geschwulstes nicht mehr sehen konnte, nach der Anrufung ihres Beistandes geheilt worden; Zeugen: der dortige Pleban und das ganze Dorf, Magister Konrad von Marburg, der junge Landgraf und viele andere, die dabei waren und es gesehen haben.”

Dorfadel und Wappen
Otto Immel lässt das Vorwort des o.g. Buches mit den Worten „Die Geschichte von Wehrda entspricht in großen Zügen der typischen dörflichen Vergangenheit, wie sie Ortschaften im Marburger Raum durchlaufen haben; (...)”, und dazu gehört natürlich auch ein „eigener” Ortsadel.
Die hiesige Adelsfamilie trug den Namen Nodung (von Nötigung, Bedrängnis).
Die Stammfolge der Nodunge beginnt mit dem Ritter Konrad, der möglicherweise der letzte Burgherr der Burg Weißenstein gewesen ist. Nachzuweisen ist dies allerdings nicht.
Der erste einwandfrei genannte Adlige aus dem Nodunggeschlecht war (Konrads Sohn?) der Ritter „Nudungus de Werde”, der 1256 und 1266 urkundlich genannt wird und 1277 starb.
Bezeugt sind weiterhin Nodung II. von Werda (Ritter, 1310 gest.) und Herbord von Werda (1297 gest.).

Das älteste erhaltene Adelswappen in Form eines Siegels „derer von Werda” ist Teil einer Urkunde aus dem Jahr 1294. Hervorragend erhalten ist ist auch das Rundsiegel Thammos von Werda (1470).



Das von Heinz Ritt 1964 entworfene Gemeindewappen nimmt die typisch Nodung´schen Wechselzinnenbalken wieder auf:



[FORTSETZUNG FOLGT]